Schlagwort: Indigene

  • Timbuktu

    Timbuktu

    Timbuktu ist eine malische Oasenstadt mit 54.453 Einwohnern. Die Stadt liegt am südlichen Rand der Sahara, deren Fortschreiten (Desertifikation) der Stadt viele Probleme bereitet.

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  • Monument Valley

    Monument Valley

    Das Monument Valley ist eine Ebene auf dem Colorado-Plateau an der südlichen Grenze des US-Bundesstaates Utah, sowie im Norden Arizonas und liegt innerhalb der Navajo-Nation-Reservation in der Nähe der Ortschaft Mexican Hat in Utah.

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    Das Gebiet wird von den Navajo verwaltet und es ist daher kein staatliches Schutzgebiet wie das nahegelegene Navajo National Monument. Es ist bekannt für seine Tafelberge und diente bereits vielfach als Kulisse für Dreharbeiten.

    Geographie und Geologie

    [Bild: monument-valley-an.jpg]

    Das Tal liegt in der Four-Corners-Region, an der Grenze zwischen Arizona und Utah, westlich der Staatsgrenzen zu Colorado und New Mexico in einer Höhe von fast 1900 m und wird bevölkerungsstatistisch in die beiden Schwestergebiete Oljato, Arizona und Oljato, Utah geteilt. Die Temperaturen im Monument Valley variieren zwischen -3 °C im Winter und durchschnittlich 30 °C im Sommer. Der Niederschlag beträgt durchschnittlich 240 mm im Jahr und fällt teilweise als Schnee. Niederschläge, Temperaturunterschiede sowie der Wind haben wesentlich dazu beigetragen, die heutige Landschaft zu formen.

    Entstehung der Tafelberge im Monument Valley

    Vor mehreren hundert Millionen Jahren bestand die Region des heutigen Tals zunächst aus einem riesigen Tieflandbecken. In ihm wurden zunächst Schichten über Schichten von Sedimenten aus den frühen Rocky Mountains im Becken abgelagert und verfestigten sich zu Gestein, hauptsächlich zu Kalkstein und weicherem Sandstein. Im Rahmen der Laramischen Gebirgsbildung vor etwa 70 Millionen Jahren wurde die Oberfläche durch stetigen Druck von unten angehoben. Das einstige Becken wurde zu einem 2100 m hohen Felsplateau. In den letzten 50 Millionen Jahren arbeiteten Wind, Regen und Temperaturen daran, die Oberfläche des Plateaus zurückzuschälen. Der Vorgang des einfachen Abtragens der sich abwechselnden harten und weichen Gesteinsschichten schuf die gewaltigen Tafelberge (zum Beispiel „Raingod Mesa“, „Thunderbird Mesa“), die bis zu 300 m hoch über die Hochebene des Colorado-Plateaus ragen und charakteristisch für die Landschaft sind. Die deutlich erkennbare rötliche Farbe der Felsen resultiert aus dem Eisenoxid, das in den Gesteinsschichten enthalten ist.[2]
    Die im Englischen Butte genannten Spitzkuppen inspirierten zu charakteristischen Eigennamen wie Elephant Butte, Camel Butte, Drei Schwestern (Three Sisters) oder Totempfahl (Totem Pole). Die bekanntesten sind die beiden Mitten Buttes (mitten engl. für ‚Fausthandschuh‘) und der Merrick Butte.

    Geschichte und Tradition

    [Bild: monument-valley-21.jpg]

    Soweit man heute weiß, waren die Anasazi-Indianer, auch „die Uralten“ genannt, die ersten Einwohner des Monument Valleys. Sie bauten die ersten Felshöhlenbehausungen vor mehr als 1500 Jahren, verschwanden allerdings noch vor dem Eintreffen der ersten Weißen bereits im 13. Jahrhundert aus der gesamten Region. Nach ungesicherten Angaben verschiedener Navajo soll es im Monument Valley Anasazi-Ruinen, antike Pueblowohnungen geben, die bislang nicht dokumentiert sind.

    Navajos und Tourismus

    Heute leben etwa 300 Navajo im Valley und pflegen dort ihre Traditionen. Die Navajo benutzen die einheimischen Pflanzen für viele Dinge, darunter auch als Medizin. Die Yucca-Pflanze liefert das Rohmaterial für Schuhe, Körbe, Kleidung und Seife. Es gibt eine größere Vielfalt an Vegetation im Tal, als man auf den ersten Blick erkennen kann, und der Frühling bringt eine Explosion farbiger Blumen und Blüten zum Vorschein.

    Film und Fernsehen

    [Bild von John Wayne: openverse]

    Das Gebiet wird auch als John-Ford-Country bezeichnet, da dieser Regisseur bereits vor dem Zweiten Weltkrieg seine Western (unter anderem Stage Coach mit John Wayne) bevorzugt dort drehte. Ein Felsvorsprung, der mehrmals als Kamerastandort verwendet wurde, ist nach ihm benannt (John Ford’s Point). Nach dem Krieg zeigten die Filme Fords die außergewöhnlichen Felsformationen erstmals in Farbe, so in Der Teufelshauptmann aus dem Jahr 1949. Regisseur Sergio Leone nutzte das Monument Valley für sein Western-Epos Spiel mir das Lied vom Tod. Später knüpften Roadmovies wie Easy Rider an diese Tradition an. Auch Szenen des Films Missouri von Blake Edwards wurden im Monument Valley gedreht.

    Sowohl das eigentliche Valley als auch die ähnlichen Landschaften beiderseits des dort hinführenden Highways dienen als beliebte Kulisse für Werbung (Zigaretten, Autos, Motorräder, Tourismus usw.). Dadurch ist diese landwirtschaftlich kaum nutzbare Gegend inzwischen eine der bekanntesten Wild-West-Kulissen.

  • Haida Gwaii

    Haida Gwaii

    Haida Gwaii, eine abgelegene Inselgruppe vor der Westküste Kanadas, gehört zur Provinz British Columbia und liegt nordwestlich von Vancouver Island. Sie hat viel unberührte Natur und eine starke indigene Kultur.

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    Inseln der Natur

    Die Inseln, die einst als Queen Charlotte Islands bekannt waren, sind durch die Hecate Strait vom Festland getrennt und erstrecken sich über eine Fläche von etwa 10.000 Quadratkilometern. Haida Gwaii zeichnet sich durch seine unberührten Regenwälder, zerklüfteten Küsten und ein einzigartiges Ökosystem aus, das eine beeindruckende Artenvielfalt beheimatet. Die isolierte Lage hat dazu beigetragen, dass die Natur hier weitgehend intakt geblieben ist, wodurch die Inseln als einer der ökologisch wertvollsten Orte Nordamerikas gelten.

    Historie

    Die Geschichte von Haida Gwaii ist tief in der Kultur der Haida, der indigenen Ureinwohner der Inseln, verwurzelt. Seit mindestens 13.000 Jahren besiedeln die Haida diese Region und entwickelten eine der reichsten und komplexesten Kulturen der indigenen Völker Nordamerikas. Die Europäer erreichten die Inseln erstmals im 18. Jahrhundert, als Pelzhändler und Entdecker begannen, mit den Haida Handel zu treiben. Die darauffolgende Kolonialisierung brachte jedoch Krankheiten und Konflikte mit sich, die die indigene Bevölkerung drastisch dezimierten. Trotz dieser Herausforderungen haben die Haida ihre Kultur, Sprache und Traditionen bewahrt und sind heute eine treibende Kraft in der Verwaltung und dem Schutz ihrer Heimat.

    Sehenswürdigkeiten

    [Foto: $20]

    Haida Gwaii ist bekannt für seine spektakulären Landschaften und kulturellen Stätten. Der Gwaii Haanas National Park Reserve and Haida Heritage Site ist ein weltweit einzigartiges Schutzgebiet, das sowohl natürliche als auch kulturelle Schätze bewahrt. Alte Haida-Dörfer wie SGang Gwaay (Ninstints) bieten beeindruckende Totempfähle und Ruinen, die von der einstigen Größe der Haida-Kultur zeugen. Die Inseln sind zudem ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten: Kajakfahren entlang der zerklüfteten Küsten, Wandern durch uralte Regenwälder oder die Beobachtung von Walen und Adlern gehören zu den Highlights. Jeder Winkel der Inseln erzählt eine Geschichte von Naturverbundenheit und kultureller Identität.

    Bevölkerung

    Die Bevölkerung von Haida Gwaii ist relativ klein, mit etwa 4.500 Einwohnern, von denen ein erheblicher Anteil Haida-Ureinwohner sind. Die Gemeinden, darunter Masset, Queen Charlotte und Skidegate, sind eng miteinander verbunden und setzen sich aktiv für den Schutz der Umwelt und die Wiederbelebung der Haida-Kultur ein. Die Haida-Nation spielt eine zentrale Rolle in der lokalen Politik und setzt sich für indigene Rechte sowie nachhaltige Entwicklung ein. Die Inseln sind ein Beispiel für eine Gemeinschaft, die trotz moderner Herausforderungen versucht, im Einklang mit der Natur und ihrer Geschichte zu leben.

    Zukunft

    [Foto: Totempfahl]

    Haida Gwaii steht an einem entscheidenden Punkt zwischen Tradition und Moderne. Während Tourismus und nachhaltige Forstwirtschaft eine wichtige Rolle für die Wirtschaft spielen, gibt es wachsende Anstrengungen, den Einfluss externer Unternehmen zu begrenzen und die Selbstbestimmung der Haida weiter auszubauen. Umwelt- und Klimaschutzprojekte gewinnen an Bedeutung, da der steigende Meeresspiegel und veränderte Wetterbedingungen die Inseln zunehmend beeinflussen. Die Zukunft von Haida Gwaii liegt in der Balance zwischen der Bewahrung der einzigartigen Natur und Kultur und der Notwendigkeit wirtschaftlicher Entwicklung. Die Inseln könnten zu einem Modell für nachhaltiges Leben und indigenes Empowerment in einer sich wandelnden Welt werden.